Gründung der Firma Maas durch Walter Maas
Der Grundstein der heutigen MAAS Gruppe wurde im Jahre 1948 mit der Maas Baustoffhandels GmbH gelegt. Damals gründete Walter Maas ein Güternahverkehrsunternehmen für Sand und Schüttgüter, aus dem wenige Zeit später ein Sand- und Kiesgroßhandel entstand, der die Ausweitung des Geschäftes in dem Güterfernverkehrsbereich zur Folge hatte.
Einstieg des Sohnes Reinhard Maas
Nach vollendeter Ausbildung zum Groß- und Außenhandelskaufmann im Branchenbereich tritt 1976 der älteste Sohn Reinhard Maas als Angestellter in den Betrieb ein. Zwei Jahre später folgen die ersten Trapezprofilgeschäfte und Baustoff-Ausstellungen in der Region. Am 1. Januar 1979 wird die Firma gleichfalls in die Maas Baustoffhandels GmbH umgewandelt, bei der die Eheleute Walter und Charlotte Maas sowie der Sohn Reinhard Maas Gesellschafter werden.
Maas Profile
Zu einer wichtigen Sparte für das Unternehmen weitet sich in den nächsten zehn Jahren immer mehr der Handel mit Trapez- und Aluminiumprofilen aus. Sukzessiv wird der Kundenstamm in Süddeutschland aufgebaut. Hier werden auch zunehmend Zubehör wie Kantteile selbst bearbeitet, wohingegen die Profile immer noch vertrieben und zugekauft werden. Die Ware kommt aus Skandinavien. Trotzdem werden schon Kundenbestellungen auch neben der Liefernorm fachgerecht und individuell ausgeführt.
Übernahme der Maas Baustoffhandels GmbH durch Reinhard Maas
Anfang der 90er Jahre steigen die Anforderungen des Marktes im Profilbereich bezüglich Sortiment und Flexibilität. Mit der Übernahme der Maas Baustoffhandels GmbH durch Reinhard Maas als alleiniger Gesellschafter 1992 wird im Juli desselben Jahres im Teilort Eckartshausen, Industriegebiet, die eigene Produktion von Trapezprofilen aufgenommen. Gleichzeitig wird die Maas GmbH als produzierende Firma gegründet.
Einstieg des Sohnes Wolfgang Maas
Geschäftsführer werden hier Reinhard Maas und sein Bruder Wolfgang Maas, während sich der Baustoffhandel von seiner ursprünglichen Form in einen Spezialfachhandel und Baufachmarkt wandelt und gleichzeitig eine Kooperation mit Interpares eingeht (seit 1990), um im Zielgruppensegment stärker zu werden und sich von der regionalen Konkurrenz zu unterscheiden, baut nun die zweite Maas-Generation den Unternehmensbereich Profil-Absatz immer weiter aus. Mit Laukien wird ein Partner gefunden, der weitere Produktionsstätten in Kiel und Burg betreibt, um gemeinsame Produkte herzustellen, zu vertreiben und auszuliefern. Das nationale Absatzgebiet wird aufgeteilt, gemeinsam wird ein flächendeckendes Netz von Händlern innerhalb und ausserhalb Deutschlands aufgebaut.
Service
Der Unterschied zu anderen großen Profilherstellern wird deutlich: Die Aufträge werden wesentlich schneller und flexibler bearbeitet, teilweise sogar innerhalb von 24 Stunden. Unterschiede zwischen Groß- und Kleinaufträgen werden nicht gemacht. Das zur Montage notwendige Material kann gleich aus einer Hand mitbezogen werden. Und im Servicebereich stellt man sich auf die Kunden ein: Mit umfassendem Fachwissen werden die Kunden beraten, im ersten Gespräch z.B. direkt vor Ort auf der Baustelle. Kundennähe und Lieferservice werden so zum Programm.
Ausbau der Firma Maas
Ende der 90er Jahre kommen im Profilbereich neue Produkte hinzu. 1997 wird die eigene Produktion von Wellprofilen aufgenommen, man vertreibt weitere Produkte im Bereich Dach und Fassade. Lag der Schwerpunkt in der Vergangenheit beim Hallenbau für Industrie, Handwerk und vornehmlich Landwirtschaft, werden nun auch für Bauherren, Planer und Verarbeiter architektonisch anspruchsvolle Produkte angeboten - ein neuer Markt wird angesprochen. Das Werk in Eckartshausen wird weiter ausgebaut. Ebenso erreicht die Mitarbeiterzahl einen Stand von insgesamt ca. 80. Um sich in Verkauf, Produktion, Technik und Marketing stets am aktuellen Geschehen zu orientieren, werden die Mitarbeiter immer intensiver geschult, gleichwohl wird das Fachwissen nun verstärkt auch über neue Mitarbeiter ins Unternehmen und in den Markt getragen. Das Potential wird erweitert, die Rekrutierung des Mitarbeiterstammes erfolgt unlängst auch überegional.
BEMO-Elementbau
Mitte des Jahres 2000 wird in Reutlingen die BEMO-Elementbau aus einem Insolvenzverfahren heraus aufgekauft. BEMO produziert und vertreibt ein hochwertiges Stehfalzsystem zur Dacheindeckung und Fassadenverkleidung. Dieses Produkt reiht sich erstklassig in das Portfolio von Maas ein und bietet neue Marktchancen und eine speziell-erweiterte Produktpalette gerade im Zielgruppensegment der Architekten und Bauherrn auch größerer Projekte. Das Produkt selber wird national und international vertrieben, wobei die Profilpartner Maas und Laukien den Vertrieb in Deutschland übernehmen. Der beibehaltene Sitz Reutlingen steuert die Aktivitäten im Ausland.
Hierfür wird eigens ein neuer Geschäftsführer eingestellt. Weiterhin zeichnen sich hier die in über 25 Jahren aufgebauten Beziehungen in der Profilherstellung bestens aus um Synergien zu schaffen.
Zusammenführung von BEMO und MAAS
Es folgen im folgenden Jahr einige Umstrukturierungen. Es werden eine gemeinsame Vertriebsstruktur von BEMO / MAAS eingerichtet. Zudem werden die internationalen Aktivitäten durch den Aufbau von Partnerfirmen rund um den Globus ausgebaut. BEMO Systems GmbH in Singapur, Frankreich, China und Dubai gehören nun zum Netzwerk der Maas Holding.
Zu einem bedeutenden Schritt gehört die Entwicklung und Produktion des patentierten „MONRO“-Rollformers. Dadurch ist es uns möglich, Profile in einer großen Formenvielfalt zu produzieren.
BEMO SYSTEMS
2003 werden BEMO / MAAS in BEMO Systems umbenannt. Es existieren zwar immer noch zwei Firmen, sie tragen allerdings nun einen gemeinsamen Namen.
Umstrukturierung der MAAS Group
2006 werden umfangreiche Umstrukturierungen durchgeführt. Unter dem Dach der Maas Holding GmbH werden die drei Geschäftsfelder Baustoffhandel, Herstellung und Vermarktung von Metallprofilen für den Dach- und Fassadenbau und das Projektgeschäft in rechtlich selbstständige Firmen eingebunden.
„BEMO Systems“ bleibt weiterhin die Marke für Stehfalzprofile in der MAAS Group. Heute beschäftigt die Maas-Gruppe 260 Mitarbeiter in verschiedenen Bereichen der Baubranche – im In- und Ausland.